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Absinthe

Seit einigen Jahren ist Absinthe wieder im Kommen. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche Hersteller, die sich dem Thema Absinthe widmen. Da es in der EU leider keine Definition für Absinthe in der Spirituosenverordnung gibt, kann man so ziemlich alles, als "Absinthe" bezeichnen. Es ist daher nicht verwunderlich, daß nur ein Bruchteil, der ca. 300-400 Sorten (!!!) die es derzeit am Markt gibt, sich mit Fug und Recht auch so nennen dürfen. Die meisten Sorten, sind das Geld nicht wert und schlichtweg ungenießbar. Interessanterweise gab es exakt die selben Probleme auch schon vor 100 Jahren - vor dem Absintheverbot. Damals wurde in Frankreich bereits vor dem Parlament über eine Einführung einer Kategorie "Absinthe" gestritten. Ganz klar wurde bereits damals herausgestellt, welcher namhafter Hersteller seine Produkte auf sehr hohem Niveau - zu hohen Preisen anbot, und welche Hersteller auf schnelles Geld heraus wollten. Die Geschichte wiederholt sich in diesem Sinne, denn auch heute gibt es einige wenige Hersteller in der Schweiz und in Frankreich, die sich bemühen, Absinthe so hochwertig und authenitsch wie möglich zu produzieren. Die Billigprodukte haben aber noch eine viel schlimmere Auswirkung: Trinkt eine "Neuling" eine dieser Sorten und ist (verständlicherweise) davon angewiedert, wird er so schnell keinen Absinthe mehr anfassen, dabei entgeht ihm eigentlich ein ausserordentlicher Hochgenuß, hätte er nur zur richtigen Sortge gegriffen.

Dieser Herstellerkatalog soll etwas Licht ins Dunkel bringen und hoffentlich viele Interessenten zu Liebhabern, den sogenannten "Absintheure" machen.

Spanien (5)

Ähnlich wie in England, war auch in Spanien Absenta niemals verboten. Hierher zogen sich einige Französische Hersteller nach dem Absintheverbot zurück, um weiter zu produzieren. Heute wird bis auf wenige Ausnahmen, hauptsächlich billige Qualiät produziert

SINC, Bardinet, Segarra, Esmeralda

England (1)

Die Absintherenaissance Ende der 90er Jahre begann in England. Umso verwunderlicher ist es, daß es erst seit 2009 eine Brennerei dort gibt, die Absinthe produziert.

Timbermill

Deutschland (2)

Zumindest ist überliefert, daß verschiedene Sorten nach Deutschland importiert wurden. Scheinbar wurde auch hier produziert, aber davon ist so gut wie nichts belegt. Sicherlich mag Absinthe in den großen Städten ein Thema gewesen sein, aber darüberhinaus ist es zweifelhaft, daß überhaupt jemand davon Notiz genommen hat.

Eichelberger, Ulex

Frankreich (15)

Frankreich war wohl DAS Land des Absinthes. Nirgendwo anders gab es so viele Hersteller, soviele Produkte und vor allem soviele Absintheliebhaber. Es verwundert daher nicht, daß der Französische Staat auch annähernd 100 Jahre nach dem Absintheverbot, immernoch versucht der grünen Fee der garaus zu machen.

Liquoristerie, Paul Devoille, Francois Guy, Emile Pernot, Combier

Österreich (3)

Es gibt zwar keine Beleg dafür, wie wichtig Absinthe in Österreich war, aber es gibt Belege dafür, daß er dort hergestellt und verkauft wurde. Interessanterweise sogar über das Absintheverbot hinaus, was eindeutig ein Zeichen dafür ist, daß er keinen sonderlichen Stellenwert besaß.

Schnapsmuseum

Schweiz (16)

In der Schweiz liegt die Wiege des Absinthes. Genauer gesagt liegt sie im Val de Travers, zwischen Neuchatel und Pontarlier. Nachdem 2005 das Absintheverbot auch dort aufgehoben wurde, etablierte sich die grüne Fee dort wieder sehr schnell. Die wohl hochwertigsten Produkte kommen aus der Schweiz!

Oliver Matter, Claude-Alain Bugnon, La Valote, Yves Kübler