Als es immer mehr und immer größere Absinthebrennereien entstanden, entwickelte sich Absinthe vom elitären Getränk der Bourgoisie, der Boheme und der Kriegsveteranen immer mehr zum billigen Getränk der Arbeiter. Man konnte ihn in Paris den typischen Duft überall wahrnehmen. Während 40 Jahren war die Anzahl der Gaststätten nicht nennenswert gestiegen, aber ein Gesetz von 1880 erleichterte es enorm eine Gaststätte zu eröffnen. Nur eine einfache Erklärung war dafür nötig. Dadurch entstanden innerhalb eines halben Jahres 10.000 neue Gaststätten. Dazu kam, daß Alkohol plötzlich von jedermann verkauft werden durfte. 1909 gab es in Frankreich 480.000 Gaststätten. Das entsprach einer Gaststätte auf 80 Bürger. Wenn man davon die Frauen und Kinder abgezogen hat, kommt man sogar auf 30 Bürger. Unglaublich armseelige Kaschemmen entstanden, in denen es noch nicht einmal Tische oder Stühle gab. Man trank im stehen! Einzig eine Bar in der Mitte, an der Absinthe, Cassis und natürlich Schnaps ausgeschenkt wurde. Die Wirte verdienten sehr gut zu dieser Zeit... Es entstanden regelrechte Clubs für Absintheure - Leute die nie etwas anderes tranken und mochten als Absinthe.